Am Freitag, dem 10.03.2017, fand um 19:00 Uhr unsere jährliche Jahreshauptversammlung statt. Dazu erging an alle Mitglieder des TSC Schwarz-Silber herzliche Einladung. Ausgeschieden aus dem Vorstand sind der 2. Kassenwart, Alex Wallner, sowie der Sportwart, Sven Sodemann. Der Vorsitzende dankte beiden Kollegen für Ihren Einsatz zum Wohl des TSC. Als neue 2. Kassenwartin wurde Kathrin Schneider und als neuer Sportwart Winfried Maus gewählt. Beiden neuen Vorstandsmitgliedern wünschen wir viel Erfolg für Ihre Arbeit. → Details

 

 

Es war der 28. Oktober 1956!

 

Auf Initiative des Tanzlehrers Walter Haßdenteufel fand sich eine Gruppe von tanzbegeisterten Personen zusammen, um dem bisher in Tanz-schule und privaten Kreisen gepflegten Tanz einen anderen Rahmen zu geben. Da ihnen neben der sportlichen Seite auch die Geselligkeit der Mitglieder untereinander wichtig war, beschlossen sie, einen Verein zu gründen. Dieser Verein wurde am 10. Januar 1957 in das Vereinsregister der Stadt Trier eingetragen.

 Der Gesellschafts-Tanz-Club (GTC) Schwarz-Silber Trier war geboren. Er war der erste Tanzsportverein in der Stadt Trier und einer der ersten in Rheinland-Pfalz.

Erster Präsident wurde das Gründungsmitglied Dr. Hans Schuh, der erste Trainer war Walter Haßdenteufel. Diese beiden Namen sind eng verbunden mit der rasanten Entwicklung des jungen Clubs hinsichtlich Mitgliederzahl, Leistungsstand und gesellschaftlicher Bedeutung.

 Nach einer Clubmeisterschaft am 11. Mai 1957 urteilte die Presse:

„...ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Leben der Stadt , die nun endlich

auch auf diesem Gebiet Anschluss an die Städte der weiteren Umgebung hat.“

Nur ein Jahr nach seiner Gründung hatte der GTC  seine erste große Veranstaltung. In einem nationalen Turnier für Amateure tanzten Spitzenpaare aus den Hochburgen des Tanzsports (Wiesbaden, Gießen, Düsseldorf, Wetzlar), darunter auch vier Paare des GTC, um den „Großen Preis der Stadt Trier“.

Dies war der Auftakt für eine Reihe von Clubmeisterschaften sowie nationalen und internationalen Turnieren. In den Startlisten findet man Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister: Dr. Wolf, Breuer, Fischer, Renz, Bernhold.

Bis 1966 wurden 22 Turniere ausgetragen. Der Treveris-Saalbau bildete den festlichen Rahmen.

Einen Höhepunkt im Leben des Vereins gab es zum 10-jährigen Bestehen: Die zweite „Deutsche Meisterschaft in den Standardtänzen“ wurde nach Trier vergeben und vom GTC Schwarz-Silber ausgerichtet. Das vierfache Weltmeisterpaar Bernhold vom Tanzclub Céronne Hamburg gewann dieses bedeutende Turnier.

Mit dem plötzlichen Tod von Clubtrainer Walter Haßdenteufel im April 1967  war die Zeit der großen Turniere vorbei, eine Zeit, in der Trier „Hochburg  war für die Austragung internationaler Tanzturniere“ (Pressebericht). Seine Tochter, Helga Becker-Haßdenteufel, übernahm das Training im Verein. Sie setzte andere Akzente: sie favorisierte das Training der Clubpaare. Ihren Schwerpunkt legte sie  auf Clubmeisterschaften und Präsentation der eigenen Tanzformation bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen der Region.

Eine 1971 im Rahmen eines Herbstballes ausgetragene Clubmeisterschaft gewann der GTC Trier gegen den TSC Blau-Gold Saarlouis.

Die Trierische Landeszeitung kommentierte am 11. Oktober, dass über dieser Veranstaltung „ein Hauch von damals lag und an jene Zeiten denken ließ, da Trier noch Hochburg war für die Austragung internationaler Tanzturniere.“

Seit 1973 fanden regelmäßig Herbstbälle statt. In den ersten Jahren im Hotel Porta Nigra durchgeführt, dann  in der neu errichteten Europa-halle, wurden sie das Tanzereignis der Stadt. Dabei trat der Club regelmäßig mit eigenen Paaren und Formationen auf.

Ein außergewöhnliches Rahmenprogramm machte diese Herbstbälle zu einem der Höhepunkte im kulturellen Leben. Tanzpaare und Tanzformationen von Weltklasse, darunter Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister in Standard- und Lateintänzen, begeisterten die Ballbesucher. Der letzte große Herbstball fand 2006 zum 50-jährigen Jubiläum statt.

Im Jahr 1983 fand der Club ein neues Zuhause im Paul-Schneider-Haus in der Paul-Schneider-Straße. Der Umzug war notwendig geworden, da die Räume der Tanzschule Haßdenteufel für den schnell wachsenden Club zu eng geworden waren. Im neuen Clubhaus boten sich hervorragende Voraussetzungen, und es entstand ein Zentrum vielfältiger sportlicher Aktivitäten und geselliger Veranstaltungen. Tägliches Training, monatliche Tanzabende, Erwerb des Deutschen Tanzsportabzeichens, Breitensport-Wettbewerbe und als Höhepunkt der Herbstball waren auf der sportlichen Seite zu verbuchen. Fastnachtsfeier, Maiwanderung, Sommerfest, Adventsfeier und Silvesterfeier dienten dem geselligen Beisammensein.

Heute präsentiert sich der Club als TSC Schwarz-Silber Trier zwar mit geändertem Namen, doch unverändertem Motto:

„Getanzt wird nicht nur, um sich sportlich zu betätigen, sondern auch um sich zu erfreuen und um sich zu begegnen“

So umfasst das sportliche Angebot neben dem täglichen Training auch den Erwerb des Deutschen Tanzsportabzeichens (DTSA) sowie verschiedene Workshops und Einsteigerkurse.

Der Erfolg unserer Turnierpaare zeugt vom hohen tänzerischen Niveau des Clubs. 

Der Geselligkeit dienen weiterhin das Sommerfest und die Tanztreffs zu Fastnacht, zum 1. Mai, zum Advent, zu Silvester und ganz besonders das gemütliche Zusammensitzen nach dem Training.

 

(Doris Baur)